Ergebnis des Stadtradelns zeigt großes Potenzial für Radverkehr in Bornheim!

22.11.23 – von Markus Hochgartz/Gabi Jahn

Vom 03.09. bis zum 23.09.2023 fand das Stadtradeln in Bornheim zum fünften Mal statt. „Besonders das Ergebnis der Schulen im kreisweiten Vergleich ist herausragend“ meint Dr. Gabriele Jahn, verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Es zeigt, wie wichtig Radverkehr in Bornheim ist. Das ist ein klarer Auftrag an die Politik!“ 

„Allein das Alexander von Humboldt-Gymnasium ist mit ihren gefahrenen Kilometern fast dreimal um die Erde gekommen. Der Bornheimer Spitzenfahrer hat in den drei Wochen Stadtradeln quasi 2,5mal Deutschland von Nord nach Süd durchfahren. Das sind absolut beeindruckende Zahlen!“ so Jahn weiter. „Ebenso beeindruckend werden die Erfahrungen sein, die die Radelnden in den drei Wochen gemacht haben. Die Stadt sollte dringend versuchen das für sich zu nutzen. Es gibt bestimmt wertvolle Anregungen für das Bornheimer Mobilitätskonzept und das Radverkehrskonzept." 

„Bornheim kann eine richtige Fahrradkommune erden. Das zeigt die erneut hohe Beteiligung der Bevölkerung, die jedes Jahr deutlich zugenommen hat. Wir müssen jetzt dafür die Voraussetzungen schaffen. Noch immer sind zu viele Radwege in einem schlechten Zustand, nicht ausgebaut oder enden einfach abrupt. Der Bau der Radpendlerroute ist ein guter erster Schritt, Wir brauchen mehr Stecken und mehr Tempo: eine Verlängerung nach Richtung Brühl und Köln und eine weitere entlang des Rheins. In Bornheim muss das Radwegenetz ausgebaut und modernisiert werden. Ansonsten verschenkt man die Chance für eine deutliche Entlastung der Bornheimer Straßen“ erklärt Jahn abschließend. 

„Wir Grüne sind natürlich auch ein wenig auf uns stolz. Kreisweit haben wir nicht nur die die meisten km eines Partei-Teams eingefahren, sondern konnten auch ein großes Team mobilisieren, darunter auch Nicht-Parteimitglieder“ freut sich der Team-Kapitän der GRÜNEN-Stadradler*innen, Markus Hochgartz. „Im Vergleich mit den anderen Partei-Teams war unsere Mannschaft fast doppelt so groß. Mit 8.173 geradelten Kilometern sind wir über 1700 km mehr gefahren als das zweitplatzierte Partei-Team im Kreis. Damit haben wir uns die Latte für das nächste Jahr ganz schön hoch gelegt.“ 

Kategorie

#Bürgerbeteiligung | #Fraktion | #Klima | #Mobilität | #Ortsverband | #Presse | #Schulen | #Stadt Bornheim

Im Klimapaten-Netzwerk sind aktuell etwa 150 Bürgerinnen und Bürger der linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises organisiert, die zeigen, dass

- im privaten Bereich
- in Betrieb und Unternehmen
- in Vereinen und Organisationen

vieles gegen den Klimawandel getan werden kann.
Das Netzwerk existiert seit 2011 und hat einen großen Schatz an Erfahrungen gesammelt,  die allen Interessierten zur Verfügung stehen, egal ob es um PV-Anlagen, Windräder oder klimaneutrales Bauen geht.

Zahlreiche Publikationen sowie Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Klimapaten-Netzwerks.

Was sind die Haupttreiber des Klimawandels?

Haupttriebfeder des Klimawandels ist der Treibhauseffekt. Einige in der Erdatmosphäre vorhandene Gase wirken ungefähr wie das Glas eines Gewächshauses: Sie lassen Sonnenwärme zwar herein, verhindern aber ihre Abstrahlung zurück in den Weltraum und führen zur Erderwärmung.

Viele dieser Treibhausgase sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre; infolge menschlicher Tätigkeiten ist jedoch die Konzentration einiger Gase stark angestiegen. Das gilt insbesondere für:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan
  • Distickstoffoxid
  • fluorierte Gase

Durch menschliche Tätigkeiten entstehendes CO2 trägt am stärksten zur Erderwärmung bei. Bis 2020 war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf einen Wert von 48 % über dem vorindustriellen Niveau (vor 1750) gestiegen.

Andere Treibhausgase werden durch menschliche Tätigkeiten in geringeren Mengen emittiert. Methan ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2, hat aber eine kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre. Distickstoffoxid ist wie CO2 ein langlebiges Treibhausgas, das sich in der Atmosphäre über Jahrzehnte und Jahrhunderte anreichert.

Natürliche Ursachen wie etwa Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder vulkanische Aktivität haben zwischen 1890 und 2010 Schätzungen zufolge um weniger als ± 0,1 °C zur Gesamterwärmung beigetragen.

Ursachen für steigende Emissionen

Bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas entstehen Kohlendioxid und Stickoxide.

  • Abholzung von Wäldern (Entwaldung). Bäume tragen durch Aufnahme von CO2 zur Klimaregulierung bei. Durch Rodung geht diese positive Wirkung verloren, und der in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff wird in die Atmosphäre freigesetzt, wo er zum Treibhauseffekt beiträgt.
  • Intensivierung der Viehzucht. Kühe und Schafe erzeugen bei der Verdauung ihres Futters große Mengen an Methan.
  • Stickstoffhaltige Dünger verursachen Stickoxidemissionen.
  • Fluorierte Gase werden aus Geräten und Produkten freigesetzt, in denen diese Gase verwendet werden. Diese Emissionen haben einen sehr starken Treibhauseffekt, der bis zu 23 000-mal stärker ist als der von CO2.

Quelle: https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de

 

Kosten des Klimawandels

Das Bundesumweltamt berechnet die Auswirkungen von Umwelt- und Klimaschäden und damit, was fehlender Klima- und Umweltschutz kosten.

zum Bundesumweltamt

Das Pariser Klimaabkommen von 2015

Das Übereinkommen von Paris ist die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung und wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz geschlossen.

Zu den fast 190 Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens zählen auch die EU und ihre Mitgliedstaaten. Die EU hat das Übereinkommen am 5. Oktober 2016 formell ratifiziert.

Zum Text des Pariser Klimaabkommens

CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze

Bericht des Wuppertal Instituts vom Oktober 2020