22.08.23 –
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die Bemühungen der Stadt ein neues Hallenbad in Bornheim zu bauen. Das alte Bad ist leider nicht mehr zu sanieren, so dass vor allem zur Sicherstellung des Schulschwimmens und der Vereinsnutzung ein neues benötigt wird. Gerade beim Schulschwimmen sehen wir dringend Bedarf, da der Anteil an Kindern im Grundschulalter, die ohne Schwimmkenntnisse sind, in den letzten Jahren auf 20 % angewachsen ist. Grund dafür sind die Schließungen von Hallenbädern in vielen Kommunen und damit immer weniger Schwimmmöglichkeiten sowie eine deutliche Reduzierung des Schwimmunterrichts an den Schulen. Eine Nachfrage der Verwaltung in den umliegenden Kommunen hat gezeigt, dass ohne eigenes Schwimmbad der Schwimmunterricht an den Bornheimer Schulen gestrichen werden muss. Dies ist für uns keine Option.
Gleichwohl sehen wir im gewählten Verfahren keine optimale Herangehensweise bei der Planung des Bades. Wurde zu Beginn noch über die Anforderungen gesprochen und ein Beschluss gefasst, der in unseren Augen das notwendige Profil des Hallenbades gut wiedergab – einen funktionalen Neubau des Hallenbades mit der Maßgabe der Sicherstellung des Schul- und Vereinsschwimmens – so wurde im weiteren Verfahren unserer Meinung nach davon abgewichen. In einer Reihe von Workshops wurden Varianten entwickelt, die wie eine Wünsch-Dir-Was-Zusammenstellung wirkten, zum anderen wurde bereits über Anzahl, Größe und Ausstattung von Becken gesprochen, anstatt das Anforderungsprofil zu schärfen und die Grundlage für eine zielgerichtete Planung entlang der Vorgaben zu schaffen. Dies führte zu kleinteiligen Detaildebatten über Hubböden und Ninjaparcouren, anstatt die großen Linien – Baukosten, Betriebskosten, Funktionalität mit Blick auf die Anforderungen oder Energiekonzept – in ausreichender Weise zu thematisieren.
Schließlich wurde im Rat eine Entscheidung über eine Vorplanung getroffen, die sich im Wesentlichen in der Anzahl der Becken unterschied – 3 oder 4 Becken. Die Fragen nach den ursprünglich mal angelegten Anforderungen schienen dabei keine relevante Rolle mehr zu spielen, so dass am Ende die größere – und damit auch teurere – Variante mit 4 Becken die Mehrheit der Stimmen erhielt, obwohl die von uns bevorzugte Variante mit 3 Becken die Anforderungen ebenfalls erfüllt hätte.
Das Ergebnis ist nun ein Hallenbad, welches eine im Vergleich zum heutigen Bad deutlich größere Wasserfläche besitzt. Dies zusammen mit dem dadurch in der Regel bestehenden höheren Personalbedarf sind Kostentreiber bei den Betriebskosten. Genau diese hätten wir aber gerne bei der Entscheidungsfindung stärker in den Blick genommen, denn natürlich ist ein Hallenbad für die Kommune ein Zuschussgeschäft, und angesichts der aktuellen Haushaltssituation wären sowohl bei den Baukosten als auch beide Betriebskosten eine kleinere Variante sinnvoll gewesen, die natürlich die Anforderungen hätte erfüllen müssen. Hier wurde eine Chance verpasst.
Jetzt gilt es aber die weitere Planung konstruktiv zu begleiten und so werden wir obwohl wir eine andere, kleinere Badvariante bevorzugt hätten, uns konstruktiv einbringen. Es gibt auf dem Weg bis zum neuen Bad noch einiges zu entscheiden und ein wenig haben wir noch die Hoffnung, dass bei den Planungen Möglichkeiten zu einer Optimierung des Bades gefunden werden.
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Im Klimapaten-Netzwerk sind aktuell etwa 150 Bürgerinnen und Bürger der linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises organisiert, die zeigen, dass
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- in Vereinen und Organisationen
vieles gegen den Klimawandel getan werden kann.
Das Netzwerk existiert seit 2011 und hat einen großen Schatz an Erfahrungen gesammelt, die allen Interessierten zur Verfügung stehen, egal ob es um PV-Anlagen, Windräder oder klimaneutrales Bauen geht.
Zahlreiche Publikationen sowie Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Klimapaten-Netzwerks.
Haupttriebfeder des Klimawandels ist der Treibhauseffekt. Einige in der Erdatmosphäre vorhandene Gase wirken ungefähr wie das Glas eines Gewächshauses: Sie lassen Sonnenwärme zwar herein, verhindern aber ihre Abstrahlung zurück in den Weltraum und führen zur Erderwärmung.
Viele dieser Treibhausgase sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre; infolge menschlicher Tätigkeiten ist jedoch die Konzentration einiger Gase stark angestiegen. Das gilt insbesondere für:
Durch menschliche Tätigkeiten entstehendes CO2 trägt am stärksten zur Erderwärmung bei. Bis 2020 war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf einen Wert von 48 % über dem vorindustriellen Niveau (vor 1750) gestiegen.
Andere Treibhausgase werden durch menschliche Tätigkeiten in geringeren Mengen emittiert. Methan ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2, hat aber eine kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre. Distickstoffoxid ist wie CO2 ein langlebiges Treibhausgas, das sich in der Atmosphäre über Jahrzehnte und Jahrhunderte anreichert.
Natürliche Ursachen wie etwa Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder vulkanische Aktivität haben zwischen 1890 und 2010 Schätzungen zufolge um weniger als ± 0,1 °C zur Gesamterwärmung beigetragen.
Ursachen für steigende Emissionen
Bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas entstehen Kohlendioxid und Stickoxide.
Quelle: https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de
Das Bundesumweltamt berechnet die Auswirkungen von Umwelt- und Klimaschäden und damit, was fehlender Klima- und Umweltschutz kosten.
Das Übereinkommen von Paris ist die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung und wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz geschlossen.
Zu den fast 190 Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens zählen auch die EU und ihre Mitgliedstaaten. Die EU hat das Übereinkommen am 5. Oktober 2016 formell ratifiziert.
Das Europäische Parlament hat folgende Erklärung dazu veröffentlich.
CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze