Große Resonanz bei der Rallye „Grünes Sechtem“

Trotz unbeständigem Wetter folgten zahlreiche Bornheimer*innen der Einladung des GRÜNEN Ortsteams zur Rallye „Grünes Sechtem“. Die Rallye führte die Teilnehmenden auf einem etwa sechs Kilometer langen Rundweg an fünf Stationen zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorbei und zeigte so die „grüne Seite“ von Sechtem. An den Stationen gab es neben Informationen zum Thema auch Fragen. Wer die richtig beantworten konnte, konnte an einer Verlosung teilnehmen. Die richtigen Antworten finden sich im weiteren Text.

07.09.21 –

Hochbeet am Bahnhof SechtemDie Rallye begann am Sechtemer Bahnhof. Dort lud das von Parents for Future (P4F) angelegte Hochbeet (Station 1) zum Schauen, Verweilen, Riechen, Ernten und Mitmachen ein. Die P4F setzen sich für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen ein (https://parentsforfuture.de/de/bornheim). Gefragt war die Anzahl der verschiedenen Pflanzenarten, die im Hochbeet blühten. Die Frage war offenbar kniffliger als gedacht, denn unter den Antworten war alles zwischen acht und 15 dabei. Da für das GRÜNE Ortsteam Sechtem der Spaß an der Rallye und die Sensibilisierung für grüne Themen im Vordergrund standen, wurde entschieden, diese Frage von der Wertung auszunehmen.

Station 2 RückhaltebeckenWeiter ging es zum Regenrückhaltebecken am Mühlenbach (Station 2). Auf dem Bornheimer Stadtgebiet gibt es insgesamt 23 solcher Becken. Bei Starkregenereignissen wie um den 14. Juli 2021 nehmen sie Niederschlag auf und verhindern so die Überschwemmung anderer Flächen. Auch in trockenen Zeiten sind sie nützlich, denn dann bieten sie Insekten, Kleintieren und Pflanzen ungestörten Lebensraum. Am 14. Juli hat es in Bornheim innerhalb von nur 15 Stunden stellenweise 140 mm (entspricht l/qm) geregnet. Zum Vergleich: Im langjährigen Mittel regnet es im gesamten Monat Juli in unserer Region nur rund 85 mm. https://www.dwd.de/DE/wetter/wetterundklima_vorort/nordrhein-westfalen/koeln_bonn/_node.html).

Station 3 BienengartenStation 3 war das Insektenhotel beim Obstbaummuseum (https://www.bornheim.de/leben-familie/umwelt-natur/natur/lebendes-obstbaum-museum). Die Station wurde sachkundig von Imkerin Gabriele Jahn betreut. Die Stationsfrage „Wie viele Beine hat die Erdhummel?“ konnten die Kinder sicher beantworten – die Erwachsenen taten sich damit schwer. Die Erdhummel gehört zu den Insekten und ist eine der größten und häufigsten Hummeln. Wie alle Insekten hat sie sechs Beine. Es gibt verschiedene Erdhummel-Arten, so zum Beispiel die Helle oder die Dunkle Erdhummel (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/hummeln/26471.html).

Station 4 CarSharingStation 4 war den Bornheimer*innen deutlich weniger bekannt als das Insektenhotel: Die Carsharing-Station der BürgerEnergie Rhein-Sieg in der Straßburger Straße (https://be-rhein-sieg.de/bornheim-sechtem.html). Das Elektroauto kann zu unterschiedlichen Tarifen ausgeliehen werden. Nachts kostet es unabhängig vom gewählten Tarif 0,50 EUR pro Stunde. Die Gespräche an dieser Rallye-Station zeigten einige Punkte auf, die noch verbessert werden könnten: Einfachere Anmeldung, Tarife speziell für mehrere Tage, Ladesäule am Platz.

eBike Verleih-StationStation 5 und damit auch Ziel der Rallye war wieder der Bahnhof Sechtem. Dort entsteht eine eBike-Verleih-Station , an der bis zu sechs Räder aufgeladen und ausgeliehen werden können (https://www.rvk.de/ oder https://www.nextbike.de/de/)

Gewinnerin der Rallye ist Petra Nitschke aus Rösberg, Sie erhält einen Einkaufsgutschein für einen lokalen Hofladen. Wir wünschen viel Freude damit.

Es war ein unterhaltsamer und lehrreicher Nachmittag. Danke an die Organisator*innen!

Kategorie

#Event | #Klima | #Ortsverband | #Sechtem | #Umwelt

Im Klimapaten-Netzwerk sind aktuell etwa 150 Bürgerinnen und Bürger der linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises organisiert, die zeigen, dass

- im privaten Bereich
- in Betrieb und Unternehmen
- in Vereinen und Organisationen

vieles gegen den Klimawandel getan werden kann.
Das Netzwerk existiert seit 2011 und hat einen großen Schatz an Erfahrungen gesammelt,  die allen Interessierten zur Verfügung stehen, egal ob es um PV-Anlagen, Windräder oder klimaneutrales Bauen geht.

Zahlreiche Publikationen sowie Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Klimapaten-Netzwerks.

Was sind die Haupttreiber des Klimawandels?

Haupttriebfeder des Klimawandels ist der Treibhauseffekt. Einige in der Erdatmosphäre vorhandene Gase wirken ungefähr wie das Glas eines Gewächshauses: Sie lassen Sonnenwärme zwar herein, verhindern aber ihre Abstrahlung zurück in den Weltraum und führen zur Erderwärmung.

Viele dieser Treibhausgase sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre; infolge menschlicher Tätigkeiten ist jedoch die Konzentration einiger Gase stark angestiegen. Das gilt insbesondere für:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan
  • Distickstoffoxid
  • fluorierte Gase

Durch menschliche Tätigkeiten entstehendes CO2 trägt am stärksten zur Erderwärmung bei. Bis 2020 war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf einen Wert von 48 % über dem vorindustriellen Niveau (vor 1750) gestiegen.

Andere Treibhausgase werden durch menschliche Tätigkeiten in geringeren Mengen emittiert. Methan ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2, hat aber eine kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre. Distickstoffoxid ist wie CO2 ein langlebiges Treibhausgas, das sich in der Atmosphäre über Jahrzehnte und Jahrhunderte anreichert.

Natürliche Ursachen wie etwa Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder vulkanische Aktivität haben zwischen 1890 und 2010 Schätzungen zufolge um weniger als ± 0,1 °C zur Gesamterwärmung beigetragen.

Ursachen für steigende Emissionen

Bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas entstehen Kohlendioxid und Stickoxide.

  • Abholzung von Wäldern (Entwaldung). Bäume tragen durch Aufnahme von CO2 zur Klimaregulierung bei. Durch Rodung geht diese positive Wirkung verloren, und der in den Bäumen gespeicherte Kohlenstoff wird in die Atmosphäre freigesetzt, wo er zum Treibhauseffekt beiträgt.
  • Intensivierung der Viehzucht. Kühe und Schafe erzeugen bei der Verdauung ihres Futters große Mengen an Methan.
  • Stickstoffhaltige Dünger verursachen Stickoxidemissionen.
  • Fluorierte Gase werden aus Geräten und Produkten freigesetzt, in denen diese Gase verwendet werden. Diese Emissionen haben einen sehr starken Treibhauseffekt, der bis zu 23 000-mal stärker ist als der von CO2.

Quelle: https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de

 

Kosten des Klimawandels

Das Bundesumweltamt berechnet die Auswirkungen von Umwelt- und Klimaschäden und damit, was fehlender Klima- und Umweltschutz kosten.

zum Bundesumweltamt

Das Pariser Klimaabkommen von 2015

Das Übereinkommen von Paris ist die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung und wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz geschlossen.

Zu den fast 190 Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens zählen auch die EU und ihre Mitgliedstaaten. Die EU hat das Übereinkommen am 5. Oktober 2016 formell ratifiziert.

Zum Text des Pariser Klimaabkommens

CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze

Bericht des Wuppertal Instituts vom Oktober 2020