15.10.23 –
Sie war gut besucht, die Anliegerveranstaltung zur Aufnahme von Geflohenen am 25. September im Breniger Pfarrsaal. Rund 80 Personen lauschten den Ausführungen des Bornheimer Bürgermeisters Christoph Becker und der Leiterin des Sozialamtes Frau Löwe. Die Breniger Bürger*innen erfuhren aus einem klaren Vortrag der Sozialamtsleiterin die Hintergründe für die gesetzliche Verpflichtung Geflohene aufzunehmen, die konkrete Situation in Bornheim und die in Brenig aktuell geplanten Maßnahmen. Im ehemaligen Pflegeheim am Kummenberg in Brenig sollen 24 Personen, Familien und Einzelpersonen, aus den Erdbebengebieten Türkei und Syrien untergebracht werden. Die Maßnahme gilt zunächst für ein Jahr. Die Anlage wird dazu bewohnbar gemacht, z. B. wird eine Gemeinschaftsküche eingebaut.
Die Reaktionen aus dem Publikum waren eindeutig: Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Aufnahme von Geflohenen wurde nicht infrage gestellt. Die Wichtigkeit für eine menschwürdig Aufnahme zu sorgen und die Möglichkeit einer Integration zu geben, war Tenor der Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum.
Frau Löwe hatte ihr Team mitgebracht, das auch spezifische Fragen beantworten konnte. Eine davon war die Sorge um mögliche kulturelle Missverständnisse. Hier planen die Mitarbeiter/-innen des Sozialamtes ein persönliches Kennenlernen der neuen Bewohner*innen mit den direkten Anwohnern zu organisieren. Ergänzend stehen die Mitarbeiter/innen des Sozialamtes für Fragen und Unterstützung zur Verfügung.
Zusammenfassend war die Anliegerversammlung eine Info-Veranstaltung wie sie sein sollte: informativ ohne Versteckspiele mit ausführlicher Gelegenheit Fragen zu stellen. Dies war auch die Meinung des Vertreters des „Initiativkreises neue Nachbarn“, der sich für Geflohene in Bornheim einsetzt. Auch Wilfried Hanft, amtierender Ortsvorsteher von Brenig zeigte sich sichtlich zufrieden.
So sollten Bürgerinformation und Willkommenskultur immer sein. Danke Brenig!
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