
30.09.26 –
Die Stadtverwaltung Bornheim schlägt vor, den Neubau der Heinrich-Böll-Gesamtschule unbefristet ruhen zu lassen und beide Schulen am Standort Merten in der derzeitigen unzumutbaren Situation zu belassen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen diese Vorlage als Kapitulation ab und legen einen konkreten Änderungsantrag vor.
Maria Böhme, schulpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bornheim, erklärt: „Seit sieben Jahren werden Kinder an der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Containern unterrichtet – sieben Jahre, in denen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte geduldig gewartet und gehofft haben. Die Verwaltungsvorlage ist in jeder Hinsicht eine schallende Ohrfeige für die Schulgemeinschaft. Unser Änderungsantrag fordert ein konkretes, finanzierbares Umsetzungskonzept für eine vierzügige HBG – sei es als Neubau in einem Zug, in Bauabschnitten oder als Teilneubau.”
„Die Haushaltslage ist uns sehr wohl bewusst, aber Bildung ist keine freiwillige Leistung“, ergänzt Maria Koch, Fraktionsvorsitzende und haushaltspolitische Sprecherin. „Wer heute nur auf die finanzielle Bilanz schaut, verschiebt die Kosten in die Bildungsbiografien unserer Kinder. Das ist kein Sparen, sondern die Anhäufung von Bildungsschulden und alles andere als generationengerecht.“
Markus Hochgartz, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bringt es auf den Punkt: „Wenn wir der Vorlage der Verwaltung folgen, riskieren wir, dass die Heinrich-Böll-Gesamtschule schrumpft und die rechtlichen Vorgaben für den Status als Gesamtschule nicht mehr erfüllen kann. Das wäre ein Tod auf Raten. Wir wollen nicht kampflos aufgeben. Wir glauben, dass noch nicht alle Wege und Möglichkeiten ausgereizt sind – und ja, es müssen sich alle bewegen.
Unser Antrag zeigt einen anderen Weg auf: kein ‚weiter so‘ mit Containern – aber auch nicht notwendigerweise Alles-oder-nichts – sondern ein Verfahren, das zügig zu einer verbindlichen baulichen Lösung und dem Erhalt der Gesamtschule führt.
Jetzt müssen alle Beteiligten - Verwaltung, Politik und Bürgerschaft - Farbe bekennen. Entscheidend ist, welche Antwort wir in Bornheim geben: Sind wir gemeinsam bereit, in eine gute Bildung unserer Kinder zu investieren und dafür auch das notwendige Geld in die Hand zu nehmen?”
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