07.09.23 –
Nach ausführlicher Diskussion in den Fachausschüssen Stadtentwicklung und Umwelt fiel in der Ratssitzung am 7. September die finale Entscheidung zur Ausweisung von zwei Windkraftkonzentrationszonen.
Bündnis 90 / Die GRÜNEN begrüßt, dass nach einem langen Weg von rund 15 Jahren, Bornheim endlich Windräder in seinem Stadtgebiet aufstellen kann. Das ist eine gute Nachricht für Bornheim, bringt sie uns doch dem Ziel bis 2045 klimaneutral zu sein, ein Stück näher.
Lange umstritten war der Standort Ville. Landschaftsschutz und die Beeinträchtigung der Naherholung sind Argumente, die man gegen die Errichtung von Windrädern anführen kann. Dagegen steht, dass sich nach unserer Auffassung, Bornheim nicht aus der Verantwortung stehlen kann, seinen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Jeder, der den schlechten Zustand der Wälder auf der Ville als Folge des Klimawandels kennt, versteht auch die Notwendigkeit endlich zu handeln.
Es geht nicht ohne Kompromisse.
Als Politik verstehen wir es als unsere Aufgabe, verschiedene Blickwinkel einzunehmen und verschiedene Belange zu betrachten. Wir haben dies in intensiver Diskussion getan und die Notwendigkeiten der Energiewende und des Artenschutzes sowie die Interessen von Anlieger*innen miteinander abgewogen.
Am Ende haben wir uns mehrheitlich für die Energiewende entschieden! Der gefasste Beschluss soll zudem die Rechtssicherheit der Windkraftkonzentrationszonen gewährleisten und den unkontrollierten Bau von Windrädern im Stadtgebiet verhindern. Wir konnten damit steuernd Standorte für Windkraftanlagen vorgeben, die konkrete Umsetzung liegt jetzt beim Kreis. Um den Artenschutz trotzdem weiter zu verfolgen, werden wir dort Möglichkeiten im Bereich Abschaltvorrichtungen nachfragen, um einen größtmöglichen Schutz der Vögel zu erreichen. Auch Ausgleichsmaßnahmen zum Artenschutz werden wir über Ausschüsse und Rat einfordern
Kategorie
#Energie | #Fraktion | #Klima und Umwelt | #Presse | #Stadtentwicklung | Energiestadt Bornheim
Im Klimapaten-Netzwerk sind aktuell etwa 150 Bürgerinnen und Bürger der linksrheinischen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises organisiert, die zeigen, dass
- im privaten Bereich
- in Betrieb und Unternehmen
- in Vereinen und Organisationen
vieles gegen den Klimawandel getan werden kann.
Das Netzwerk existiert seit 2011 und hat einen großen Schatz an Erfahrungen gesammelt, die allen Interessierten zur Verfügung stehen, egal ob es um PV-Anlagen, Windräder oder klimaneutrales Bauen geht.
Zahlreiche Publikationen sowie Kontaktdaten finden sich auf der Homepage des Klimapaten-Netzwerks.
Haupttriebfeder des Klimawandels ist der Treibhauseffekt. Einige in der Erdatmosphäre vorhandene Gase wirken ungefähr wie das Glas eines Gewächshauses: Sie lassen Sonnenwärme zwar herein, verhindern aber ihre Abstrahlung zurück in den Weltraum und führen zur Erderwärmung.
Viele dieser Treibhausgase sind natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre; infolge menschlicher Tätigkeiten ist jedoch die Konzentration einiger Gase stark angestiegen. Das gilt insbesondere für:
Durch menschliche Tätigkeiten entstehendes CO2 trägt am stärksten zur Erderwärmung bei. Bis 2020 war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre auf einen Wert von 48 % über dem vorindustriellen Niveau (vor 1750) gestiegen.
Andere Treibhausgase werden durch menschliche Tätigkeiten in geringeren Mengen emittiert. Methan ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2, hat aber eine kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre. Distickstoffoxid ist wie CO2 ein langlebiges Treibhausgas, das sich in der Atmosphäre über Jahrzehnte und Jahrhunderte anreichert.
Natürliche Ursachen wie etwa Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder vulkanische Aktivität haben zwischen 1890 und 2010 Schätzungen zufolge um weniger als ± 0,1 °C zur Gesamterwärmung beigetragen.
Ursachen für steigende Emissionen
Bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas entstehen Kohlendioxid und Stickoxide.
Quelle: https://ec.europa.eu/clima/change/causes_de
Das Bundesumweltamt berechnet die Auswirkungen von Umwelt- und Klimaschäden und damit, was fehlender Klima- und Umweltschutz kosten.
Das Übereinkommen von Paris ist die erste umfassende und rechtsverbindliche weltweite Klimaschutzvereinbarung und wurde im Dezember 2015 auf der Pariser Klimakonferenz geschlossen.
Zu den fast 190 Vertragsparteien des Pariser Übereinkommens zählen auch die EU und ihre Mitgliedstaaten. Die EU hat das Übereinkommen am 5. Oktober 2016 formell ratifiziert.
Das Europäische Parlament hat folgende Erklärung dazu veröffentlich.
CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze